Ich gehe von der Annahme aus, dass jeder Mensch eine andere Auffassung von Wirklichkeit hat, man könnte auch sagen, in seiner eigenen Welt lebt, da jeder die Eindrücke, die ihm seine Sinnesorgane liefern, auf seine eigene Art interpretiert. Die Interpretation ist von außen beeinflusst, vom eigenen Umfeld und der eigenen Geschichte.


Das bedeutet, dass es keine allgemein gültige Wirklichkeit gibt, da jeder Mensch die Realität anders erlebt, sondern viele Einzelwirklichkeiten, die sich in großen Bereichen überschneiden, also wieder eine Wirklichkeit bzw. gemeinsame Welt ergeben. In ihren Nuancen unterscheiden sich die einzelnen Auffassungen von Realität jedoch oft wesentlich.

Ich versuche, meine Figuren in ihrer eigenen momentanen Welt (=Wirklichkeit) zu zeigen. Diese Welt ist nicht einheitlich und ständigen Veränderungen unterworfen. Sie ist auch nicht völlig individuell, sondern von außen beeinflusst.

Alles fließt, ist in Bewegung und bleibt niemals gleich.